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Brigitte ohne Models

Wie ein Paukenschlag sollte die ganze Aktion wohl wirken. Die Brigitte, das Urgestein der deutschen Frauenzeitschrift und mitverantwortlich dafür, dass die Optik von Stars und Models zum Allgemeinen Bild geworden sind und diverse lustige Diäten den Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben, rudert jetzt um die Ecke und verkündet: Wir machen jetzt alles ohne Models und nur noch mit der Frau von umme Ecke.

Ist das egentlich glaubhaft? Irgendwie nicht. Jedenfalls nicht in Verbindung mit den vielversprechenden Ansagen, dass das ja nur deswegen gemacht wird, weil man ja die natürliche Frau in den Vordergrund stellen will. Die Einsicht kommt jetzt, da sowohl die Verkäufe im Printbereich und damit natürlich auch die Werbeeinnahmen einbrechen? Das sieht eher danach aus, dass man da ein ungeahntes Sparpotential entdeckt hat.

Lieschen Müller von nebenan kostet natürlich nur ein Bruchteil von dem, was die Berufsmodels so nehmen. Aber das ist natürlich nicht der Ansatz…

Und die Back to the Roots Taktik könnte natürlich auch einen nicht zu unterschätzenden psxhologischen Marketingeffekt haben. Die Leserinnen werden natürlich schon gucken, was ihre “Nachbarinnen” da so zeigen und präsentieren…

Also prinzipiell alles richtig gemacht…nur etwas schwach kommuniziert…


2 Antworten auf Brigitte ohne Models

  • xephir sagt:

    Meiner Meinung nach siehst du einen Aspekt an der Sache nicht. Laien (Lieschen Müller) kosten die Fotografen und all die anderen Beteiligten MEHR Zeit und somit MEHR Geld, als professionelle Models.

    Profis wissen wie sie stehen, liegen, sitzen müssen. Bei ihnen muss man später auch weniger nach bearbeiten. So ein Shooting dauert mit Laien oft doppelt so lange.

    Im Endeffekt sind Laien-Models oft sogar noch teurer als professionelle. Nicht jedes prof. Model verdient extreme Gagen, da es viele gibt. Daher macht die Gage nicht den Hauptfaktor eines Shootings aus. Es sei denn wir haben z.B. Frau Klum vor der Kamera.

    • Jens sagt:

      Ich denke trotzdem, dass es bei der ganzen Sache einen handfesten betriebswirtschaftlichen Hintergrund gibt. Ob die Gewichtung da eher in Richtung Einsparung oder Umsatzsteigerung geht wird man sehen.

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