Brigitte ohne Models
Wie ein Paukenschlag sollte die ganze Aktion wohl wirken. Die Brigitte, das Urgestein der deutschen Frauenzeitschrift und mitverantwortlich dafür, dass die Optik von Stars und Models zum Allgemeinen Bild geworden sind und diverse lustige Diäten den Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben, rudert jetzt um die Ecke und verkündet: Wir machen jetzt alles ohne Models und nur noch mit der Frau von umme Ecke.
Ist das egentlich glaubhaft? Irgendwie nicht. Jedenfalls nicht in Verbindung mit den vielversprechenden Ansagen, dass das ja nur deswegen gemacht wird, weil man ja die natürliche Frau in den Vordergrund stellen will. Die Einsicht kommt jetzt, da sowohl die Verkäufe im Printbereich und damit natürlich auch die Werbeeinnahmen einbrechen? Das sieht eher danach aus, dass man da ein ungeahntes Sparpotential entdeckt hat.
Lieschen Müller von nebenan kostet natürlich nur ein Bruchteil von dem, was die Berufsmodels so nehmen. Aber das ist natürlich nicht der Ansatz…
Und die Back to the Roots Taktik könnte natürlich auch einen nicht zu unterschätzenden psxhologischen Marketingeffekt haben. Die Leserinnen werden natürlich schon gucken, was ihre “Nachbarinnen” da so zeigen und präsentieren…
Also prinzipiell alles richtig gemacht…nur etwas schwach kommuniziert…




