Einleitung: Warum Basics immer wieder Basics bleiben
„Meine sehr verehrten Damen und Herren, willkommen zu Folge 007 des Speed Dating Business Podcasts.“
So beginnt diese Podcastaufnahme – und ja, es geht um Farben. Genauer gesagt: um Durchfallbraun und Zahnsteinbeige. Warum? Weil mir diese Woche wieder einmal aufgefallen ist, wie oft einfache, aber entscheidende Dinge im Marketing ignoriert werden. Und weil ich als Jens Scheider, seit 22 Jahren im Bereich Werbedienstleistungen unterwegs, einfach nicht anders kann, als darüber zu sprechen. Ich mache Webseiten für kleine Unternehmen, Printprodukte und Fotografie – und ja, ich habe eine Meinung zu Farbtrends, die aktuell die Influencer-Welt beherrschen.
1. Die vergessene Adresse: Warum Ihr Instagram-Profil ohne Standortangabe nutzlos ist
Es ist so simpel, dass es fast wehtut: Wenn Sie ein stationäres Geschäft betreiben, gehört die Adresse in Ihr Instagram-Bio. Punkt.
Diese Woche stolperte ich über einen Account, der mich mit einem kreativen Namen und einem verlockenden Angebot köderte – doch wo zum Teufel sollte ich hin? „Börb XYZ in AB“ stand da. Die Stadt war gerade noch so erkennbar, aber die genaue Adresse? Fehlanzeige.
Leute, wenn Sie wollen, dass Kunden Ihr Geschäft finden, dann geben Sie ihnen die Chance, es auch zu finden!
- Musterstraße 21, 09143 Musterstadt – so schwer ist das nicht.
- Keine Telefonnummer? Okay. Aber wenigstens eine Adresse, die ich bei Google Maps eingeben kann.
Warum das wichtig ist:
- Die meisten Nutzer scrollen durch den Entdecken-Feed oder Storys. Wenn Sie es schaffen, dass jemand auf Ihr Profil klickt, haben Sie schon gewonnen. Aber wenn dieser Jemand dann nicht weiß, wo er Sie findet, war alles umsonst.
- Außenwerbung zählt: Ein Schild an der Tür, eine markante Markise – alles, was Passanten den Weg weist. In Halle bin ich kürzlich an einem Café vorbeigelaufen, das ich eigentlich suchen wollte. Warum habe ich es nicht gefunden? Weil es kein Schild gab. Nur eine weiße Markise und kleine Tischchen. Sichtbarkeit ist alles.
2. Impressumspflicht: Warum Sie ohne korrekte Angaben im Internet nichts verloren haben
Wir leben in Deutschland – und hier gibt es Impressumspflicht. Das gilt für:
- Webseiten
- Social-Media-Profile (ja, auch Instagram!)
- Printprodukte (Flyer, Plakate, Banner)
- Jeden gewerblichen Auftritt
Was muss rein?
- Ladungsfähige Adresse (kein „Feldstein 3, 25438 Wiesel“, sondern eine, an der Post ankommt).
- Kontaktmöglichkeit (Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Webseite).
- Keine Bilder mit Text: Ja, einige versuchen, das Impressum als Bild hochzuladen. Das reicht nicht. KI kann mittlerweile Texte aus Bildern auslesen – und selbst wenn nicht: Juristisch war das noch nie ausreichend.
- Kein „AT“-Trick: „Kontakt [at] Beispiel [dot] de“ ist nicht zulässig. Schreiben Sie Ihre E-Mail-Adresse korrekt aus.
Warum das wichtig ist:
- Ohne Impressum riskieren Sie Abmahnungen.
- Vertrauen: Kunden wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Ein vollständiges Impressum signalisiert Seriosität.
3. Farbtrends: Warum Beige und Braun keine Logos retten
Aktuell dominiert ein Farbtrend die Influencer-Welt: Beige. Alles in Beige. Wände, Kleidung, Logos. Dazu kombiniert mit Durchfallbraun (ja, ich stehe zu dieser Beschreibung).
Frage an die Grafikdesigner da draußen: Warum?
- Ein Logo soll wiedererkennbar sein. Es soll im Gedächtnis bleiben. Beige und Braun tun das nicht.
- KI-generierte Logos sind oft schuld: Man tippt „Logo für Kochlöffel-Laden“ ein – und heraus kommt ein beiger Hintergrund mit durchfallbraunen Kochlöffeln. Das ist kein Design. Das ist ein Verbrechen gegen die Ästhetik.
Was stattdessen?
- Kontrast: Schwarz-Aquamarin, Pink-Schwarz, Neonfarben (aber mit Bedacht!).
- Botschaft: Grün steht für Hoffnung, Blau für Vertrauen, Rot für Energie. Nutzen Sie Farben, die etwas aussagen!
- Persönliche Note: Mein Teppich ist beige-braun – aber der ist ein handgeklöppelter mongolischer Kamelhaar-Teppich mit Geschichte. Das ist etwas anderes, als ein Logo in Zahnsteinbeige zu ertränken.
4. Webseiten: Warum WIX & Co. keine Agentur ersetzen
Ich sehe es immer wieder: Webseiten, die mit Baukastensystemen wie WIX erstellt wurden – und dann als „professionelle Agenturleistung“ verkauft werden.
Nein. Einfach nein.
- Externe Verlinkungen funktionieren oft nicht.
- Design: Auf den ersten Blick mag es gut aussehen – doch unter der Haube ist es oft Soße.
- Seriosität: Wenn Sie sich als Agentur präsentieren, dann sollten Sie auch echte Arbeit liefern.
Mein Rat:
- Landingpages müssen nicht groß, sondern gut sein.
- Klarheit: Kunden müssen sofort verstehen, was Sie anbieten.
- Beratung: Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich Hilfe. Ich mache das auch.
5. Persönliche Notizen: Sommer, Sizilien und ein Mategetränk im Whiskyglas
Ja, ich trinke keinen Alkohol mehr. Aber die Whiskygläser meiner Urgroßmutter behalte ich – und fülle sie mit Mategetränk (mit Kohlensäure, weil ich lerne es ja nicht).
- Sizilien: Die Vorbereitungen für meine Reise im März 2026 laufen. Die Managerin in Catania ist im Stress – aber das ist okay. Jeder hat sein eigenes Leben.
- Halle: Eine Stadt, die mich überrascht hat. Gutes Frühstück, schöne Ecken – und eine Lektion in Sichtbarkeit (siehe Punkt 1).
- Günfried: Meine Lieblingsbuche auf meinem Laufweg. Grün ist die Farbe der Hoffnung – und wir brauchen mehr Bäume in Deutschland.
Fazit: Basics beachten, Farben klug wählen – und keine Kompromisse bei der Qualität
- Adresse angeben. Immer.
- Impressumspflicht ernst nehmen.
- Logos nicht in Beige ertränken.
- Webseiten professionell gestalten – oder gleich eine Agentur beauftragen.
Und ja, ich bin bitterböse – aber nur, weil mir diese Dinge am Herzen liegen. Gutes Marketing ist kein Hexenwerk. Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.
Call to Action: Brauchen Sie Hilfe? Ich bin da.
Ob Webseite, Printprodukte oder Fotografie – wenn Sie hochwertige, durchdachte Lösungen suchen, dann lassen Sie uns reden.
- Meine Webseiten: scheider.cc | f-g-w.de
- Instagram: @scheider_cc | @foto_grafik_werbung
- Podcast: Auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon – und natürlich auf meiner Webseite.
Ich freue mich über Feedback, Likes und die ein oder andere 5-Sterne-Bewertung. Und an die beiden Hörer, die mich über Apple Podcasts verfolgen: Danke, dass ihr dabei seid!
Was denken Sie? Habe ich etwas Wichtiges vergessen? Oder haben Sie selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch!


