Bevor ich mit einem neuen Kunden ins Gespräch gehe, mache ich etwas, das vielleicht ungewöhnlich wirkt: Ich bitte um einen kurzen Pitch zum eigenen Business. Das ist kein Test, keine Performance-Kontrolle. Und schon gar nicht, weil ich auf den perfekten Elevator Pitch stehe.
Ich will das nicht nur hören. Ich will da was spüren. Leidenschaft… Motivation… Bock aufs eigene Geschäft.
Der Kurzpitch als Gefühlstest
Klar, viele denken bei einem Pitch zuerst an Zahlen, Fakten, an Zielgruppen und die Alleinstellungsmerkmale. Das ist wichtig, ja. Aber für mich ist dieser kurze Moment etwas ganz anderes. Er ist ein Weg, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wer da vor mir sitzt. Wie jemand über sein eigenes Geschäft denkt. Wie sehr diese Person wirklich hinter dem steht, was sie macht.
Ich frage nicht aus reiner Neugier. Ich frage, weil ich wissen muss: Steht hier jemand, der sein Business wirklich lebt?
Das ist kein Luxus. Das ist eine Notwendigkeit.
Leidenschaft ist keine Option
Im Marketing reden wir oft viel über Strategien, Kanäle, Targeting und KPIs. Und das ist auch richtig so. Ohne das nötige Handwerkszeug funktioniert nichts. Aber es gibt eine Voraussetzung, die noch tiefer sitzt: die Leidenschaft des Inhabers für sein eigenes Business.
Wenn du nicht selbst wirklich hinter deinem Angebot stehst, wenn du nicht glaubst, dass es einen Unterschied macht, dann wird auch das beste Marketing nur halb zünden. Du kannst noch so gut Zielgruppen ansprechen, noch so ansprechend gestalten, noch so clever deine Texte schreiben – ohne diese innere Überzeugung bleibt alles etwas oberflächlich.
Leidenschaft ist für mich keine zusätzliche Option. Sie ist die Basis. Nur wenn du dein Geschäft wirklich fühlst, kannst du es auch mit voller Kraft nach außen tragen. Nur dann entsteht eine Wirkung, die nicht nur Klicks bringt, sondern echte Verbindungen schafft.
Warum das für mich so wichtig ist
Wenn ich mir ein Projekt ansehe, schaue ich nicht nur aufs Budget, auf die Zielgruppe oder den Markt. Ich schaue vor allem auf die Person dahinter. Auf die Haltung. Darauf, wie jemand über sein eigenes Business spricht.
Brennt diese Person für das, was sie tut?
Man merkt das sofort. Im Tonfall. In den Augen. In der Art, wie Sätze formuliert werden. Und das merkt später auch die Zielgruppe.
Marketing funktioniert am besten, wenn der Kunde selbst brennt. Weil dann die ganze Kommunikation authentischer wird. Weil dann auch die kleinen Details stimmen. Weil dann gar nicht mehr so viel „verkaufen” muss, sondern vor allem zeigen und erzählen kann.
Was das für die Zusammenarbeit bedeutet
Mit der Motivation des Kunden für sein Business, steigt auch meine Motivation für sein Business etwas zu bewegen. Oder iwe ich gerne sage: Ich bin gern der Katalysator für meine Kunden. Dann kann ich klarer werden, mutiger, direkter in der Kommunikation.
Weil ich weiß: Diese Person steht voll und ganz hinter dem, was wir zusammen machen. Sie versteht, dass Marketing nicht nur ein Werkzeug ist, sondern Teil einer Haltung.
Leidenschaft first – mehr als nur ein Slogan
„Leidenschaft first. Du musst dein Geschäft fühlen.” Das ist für mich kein cooler Slogan für ein Reel. Das ist eine klare Haltung. Eine innere Überzeugung. Nicht von oben herab, sondern von innen heraus.
Ich will nicht nur Content produzieren. Ich will nicht nur Kampagnen laufen lassen. Ich will mit Leuten zusammenarbeiten, die ihr Business als etwas begreifen, hinter dem sie voll stehen. Die wissen, warum sie tun, was sie tun.
Nur dann kann Marketing nachhaltig wirken. Nur dann kann Werbung wirklich etwas bringen. Nur dann entsteht etwas, das über reine Conversions hinausgeht.
Wenn du dich also fragst, ob du für ein Marketingprojekt bereit bist: Frage zuerst dich selbst. Brennst du für dein Business? Fühlst du es? Oder machst du es nur, weil es eben sein muss?
Die Antwort darauf entscheidet mehr, als du glaubst.

